
Friedrich Kuplent
1900-1978
Filmemacher
Friedrich Kuplent wurde 1900 in Wien geboren und war als kaufmännischer Beamter bei den Wiener Gaswerken tätig. Seine Leidenschaft galt dem Film. Friedrich Kuplent war Gründungsmitglied des Klub der Kinoamateure Österreichs (KdKÖ). Bei der gründenden Generalsversammlung am 2. November 1927 wurde Kuplent in den Vorstand des Klubs gewählt, er bekleidete die Funktion des Kassiers. Als ambitionierter Zauberkünstler war Kuplent Mitglied im Klub der Amateure für Magische Kunst Wien.
1928 heiratete er Leopoldine "Poldi" Vavrina, die maßgeblich an der Gestaltung der Filme beteiligt war. Ab 1945 wohnte das Ehepaar in der Neubaugasse 36, wo sich im Keller das Klublokal des Klub der Kinoamateure Österreichs befand. In zahlreichen Vorträgen und Fachartikeln zu verschiedenen Themen gab er sein Wissen über die Schmalfilmproduktion weiter. Er schrieb zwei Bücher: "Der Amateur-Tonfilm" (Berlin: Photokino-Verlag 1935) und "Zauberbuch des Kino-Amateurs – Tricks über Tricks" (Berlin: Photokino-Verlag 1936).
Das älteste bis heute erhaltene Filmdokument des Klub der Kinoamateure Österreichs stammt von Friedrich Kuplent, der am 8. Jänner 1928 einen Ausflug des KdKÖ in den Wiener Türkenschanzpark auf 9,5mm filmte. Friedrich Kuplent richtete sein filmisches Interesse vor allem auf die Überwindung technischer Limitierungen. Mit seiner 9,5mm Schmalfilmkamera dokumentierte Kuplent 1929 den Wiener Prater aus verblüffend ungewöhnlichen Blickwinkeln. Die filmischen Kunstgriffe, die in "Prater" Anwendung finden, lassen seine Begeisterung für Tricks und Illusionen erahnen. Gemeinsam mit Poldi Kuplent dokumentierte er am 12. Juli 1931 mit einer 9,5mm Schmalfilmkamera die Landung des Zeppelins L.Z. 127 in Wien-Aspern. Die Filmsammlung von Friedrich und Poldi Kuplent umfasst Filme in den Formaten 9,5mm und 16mm, die zwischen 1926 und 1945 entstanden.
