
Herbert Apfelthaler
1925-2008
Filmemacher
Herbert Apfelthaler wurde 1925 in Wien als Sohn des Reifenhändlers Friedrich Apfelthaler und dessen Frau Leopoldine geboren. Bereits im Jugendalter entwickelte er eine ausgeprägte Leidenschaft für das Medium Film: Mit nur 14 Jahren begann er unter dem Namen "Hera-Film" eigene Produktionen zu realisieren. Neben Familienaufnahmen drehte er Kurzdokumentationen und Spielfilme, zunächst im 9,5mm-Format, später auf 16mm.
1942 trat Apfelthaler gemeinsam mit seinem Vater, ebenfalls Filmamateur, dem Klub der Kinoamateure Österreichs (KdKÖ) bei. Er engagierte sich im Vereinsleben und übernahm in den 1960er-Jahren die Funktion des Obmanns.
In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren arbeitete Apfelthaler im elterlichen Betrieb, bevor er 1964 zur Firma Eumig wechselte. Dort war er als Filmberater und Leiter des firmeneigenen Studios tätig und produzierte zahlreiche Kurz- und Dokumentarfilme.
Neben seiner Tätigkeit bei Eumig schrieb Apfelthaler regelmäßig über Filmthemen in der Tageszeitung Kurier, organisierte Filmreisen für die KLM in den 1960er- und 1970er-Jahren und baute ein eigenes Studio auf: Das Schmalfilmzentrum Rosenhügel, ab 1970 das Film- und Videozentrum Rosenhügel.[1]
[1] Vgl. Alfred Bernkopf: “Wir stellen vor: Familie Apfelthaler”, in: Der österreichische Filmamateur, Nr. 10-11, 1974, S. 3-4.
