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Portrait

Hans Skorpil

1890-1971

Filmemacher

Hans Skorpil, geboren 1890, arbeitete zunächst bei der Steyr Werke AG und war ab den 1930er Jahren als Repräsentant der Bayerischen Motoren Werke (BMW) tätig. Seine Begeisterung für Automobile teilte er mit seiner Frau Sophia Skorpil, die als Autorennsportlerin an Rennen teilnahm. Das Ehepaar hielt mehrere Hunde; den Chow-Chows setzte Skorpil in seinem Film "Susi und Gin Purkersdorf, 15. Mai 1953" ein filmisches Denkmal.

1930 trat Skorpil dem Klub der Kinoamateure Österreichs (KdKÖ) bei.[1] Als technisch versierter Bastler arbeitete er zunächst mit einer selbstgebauten Kamera, bevor er sich eine Cine Kodak Early Special anschaffte. Seine Experimentierfreude zeigte sich besonders in der Entwicklung eigener filmtechnischer Lösungen: 1931 begann er mit Versuchen zur Herstellung eines Lichttongeräts und realisierte 1933 eine funktionierende Anlage. Er konstruierte eine eigene Lichttonapparatur, richtete eine Dunkelkammer ein und baute ein Aufnahmestudio mit einem selbst entwickelten Kondensatormikrofon.[2] Damit gehörte er zu den wenigen Amateurfilmer*innen, die das technisch anspruchsvolle Lichttonverfahren nutzten, bei dem Ton fotografisch auf den Film aufgezeichnet wird.

Auch gestalterisch entwickelte Skorpil eine eigene Handschrift: Für seine Filme entwarf er ein charakteristisches Logo, bei dem seine Initialen „H“ und „S“ in einem Dreieck übereinanderliegen, ergänzt durch den Schriftzug „Film“.

[1] o. A.: Klub der Kinoamateure Österreichs, Sitz Wien. In: Photo- und Kinosport, Dezember 1930, S.283.

[2] M. V. Hocevar: Der erste Lichttonfilm-Amateur ist da! In: Der Kino-Amateur, Nr. 3, 9. Jg., 1. März 1936, S. 63-66.

2 Dokumente

Der erste Lichttonfilm-Amateur ist da!

1936 | Dokument

Der erste Lichttonfilm-Amateur ist da! Schluss aus Heft 3

1936 | Dokument

1 Film von Hans Skorpil

13 Min.

Susi und Gin Purkersdorf 15. Mai 1953

Hans Skorpil
1953 | 16mm | Ton

1 Verein

Klub der Kinoamateure Österreichs (KdKÖ)

Verein