
Klub der Kinoamateure Österreichs (KdKÖ)
Verein
Der Klub der Kinoamateure Österreichs (KdKÖ) ist ein Verein, der "auf gemeinnütziger Grundlage die Pflege und Förderung des Amateurfilmwesens in Österreich"[1] bezweckt. Der Klub wird 1927 von Carl Maria Kotlik gegründet und gilt als der älteste Amateurfilmklub Österreichs. Am 2. November 1927 findet im Café Josephinum (9., Währinger Straße 33/35) die gründende Generalversammlung statt, bei der Carl Maria Kotlik (Obmann), Emil Duschanek (Obmann-Stellvertreter), Hans Kopp (Schriftführer), Friedrich Kuplent (Kassier) und Louis Kainrath (Beisitzer) in den Vorstand gewählt werden.
Der Klub bietet Amateurfilmer*innen die Möglichkeit zum Austausch, zur gegenseitigen fachlichen Unterstützung und zur Bildung von Arbeitsgemeinschaften. Darüber hinaus organisiert der KdKÖ Vorträge, Filmvorführungen, Ausbildungskurse und Wettbewerbe. Der Klub verfügt über eine eigene Fachbibliothek und gibt monatlich eine Klubzeitschrift heraus.
Die umfangreiche Filmsammlung des KdKÖ, die dem Österreichischen Filmmuseum zusammen mit Schriftgut und einer Gerätesammlung übergeben wurde, umfasst Schmalfilme in den Formaten 9,5mm, 8mm, Super 8 und 16mm von den ersten Aufnahmen aus den Gründungsjahren 1928 bis in die 2000er Jahre.
Der Verein Klub der Kinoamateure Österreichs betreibt von 1928 bis 2015 in seinen Klubräumlichkeiten für seine Mitglieder ein Kino: 1928 zieht der Klub in das Eywo-Atelier in der 4., Margaretenstraße 36 und baut das ehemaliges Filmaufnahmeatelier in einen Kino- und Vortragssaal um. Von 1931 bis 1936 befindet sich das Klublokal mit eigenem Kinosaal in der 3., Schützengasse 25. Ab 1936 ist der Klub in der 7., Neubaugasse 36 untergebracht. Dieser Kinosaal bietet Platz für bis zu 150 Zuschauer*innen. Von 1999 bis 2015 ist der Klub am 15., Mareschplatz 5 ansässig. Seitdem besitzt der Klub kein eigens Klublokal mehr.
[1] Vereinsstatuten des Klubs der Kinoamateure Österreichs, 1972, Sammlung KdKÖ, Österreichisches Filmmuseum
